Rumänien

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Transsilvanien – Siebenbürgen

Transsilvanien liegt mitten in Rumänien und wird von den Karpaten umschlossen. Das „Land jenseits der Wälder“, wie es noch genannt wird, ist von Legenden und Mythen umrankt. Eine der Attraktionen ist das Dracula Schloss Bran aus dem 14 Jh. oder die berühmten Holzkirchen, wovon noch über 150 erhalten sind.
Die Sieben Burgen die diesen Teil Rumäniens umschließen sind Bistrita (Bistritz), Braşov (Kronstadt), Cluj-Napoca (Klausenburg), Medias (Mediasch), Sebes (Mühlbach), Sibiu (Hermannstadt) und Sighisoara (Schäßburg).
In diesen Teil hinterließen die Sachsen, die Ungarn und die Habsburger Ihre Spuren, ob im kulturellen Bereich oder in der Architektur.


Braşov (Kronstadt)

Die Stadt liegt am Fuß des Berges Tampa (967 m Höhe) in den Südkarpaten und wird auch als das „rumänische Salzburg“ bezeichnet. Kronstadt wurde im frühen 13. Jh. gegründet. Das Wahrzeichen von Kronstadt ist die Biserica Neagra (Schwarze Kirche), die im Zentrum der Stadt liegt. Braşov gehörte auch zum Königreich Österreich-Ungarn bis sie nach dem Vertrag von Trianon 1920 an Rumänien abgetreten werden musste. Auch heute leben noch zahlreiche Ungarn und Siebenbürger Sachsen in Braşov. Das Dracula Schloss Bran liegt ca. 30 km von Braşov entfernt.

Cluj-Napoca (Klausenburg)

Cluj-Napoca blickt auf eine wechselhafte dakische, rumänische, ungarische, österreichische und deutsche Vergangenheit zurück. Die Stadt war immer wieder ein wichtiger Militärzentrum und dann auch die Hauptstadt Transsilvaniens, auch heute wird sie als „der Schatz“ Transsilvaniens bezeichnet. Die erste schriftliche Aufzeichnung als „Stadt“ gab es schon im 2 Jh. nach Christus. Viele beeindruckende Bauten aus dem Mittelalter sind heute noch ein großes Kulturerbe, wie die gotischen Kirchen Biserica Sf. Mihai (Michaelskirche) und Biserica Franciscanilor (Franziskanerkirche). Auch heute noch ist die Stadt dreisprachig (rumänisch, ungarisch und deutsch). In einer von mehreren Universitäten in Cluj-Napoca wird sogar dreisprachig unterrichtet.


Sibiu (Hermannstadt)

1150 wurde die Stadt von deutschen Siedlern gegründet und liegt im Süden von Transsilvanien. Trotz der Bedrohung durch die Tartaren, Türken und Österreicher entwickelte sich die Stadt im 14 Jh. zu einem wichtigen Handelszentrum. Nach dem ersten Weltkrieg kam die Stadt zu Rumänien. Einer der wichtigsten Schlachten im ersten Weltkrieg zwischen dem rumänischen und österreich-ungarischen Heer fand im Hermannstadt statt. Auch heute noch sind zweisprachige Straßenschilder zu finden. Kinder mit rumänischer Muttersprache besuchen auch heute die deutschsprachigen Schulen in Sibiu.


Sighisoara (Schäßburg)

Schriftlich wurde die Stadt erstmals im Jahre 1280 unter der Bezeichnung „Castrum Sex“ festgehalten. Sie ist die einzige noch vollständige erhaltene und bewohnte mittelalterliche Festung Europas und steht deswegen auf der Liste des UNESCO – Weltkulturerbes. In der zweiten Hälfte des 14 Jh. wurde die Burg Sighisoara gebaut, als strategisches Zeichen für die am schwersten zu erobernden Burg Transsilvaniens. Um die Stadt und die Umgebung besser zu beschützen wurden 14 Türme um die Stadt gebaut. Heute sind noch 8 dieser Wehrtürme  erhalten (Turnul Tabacarilor, Turnul Cositorarilor, Turnul Franghierilor, Turnul Macelarilor, Turnul Cojocarilor, (ca. 1350), Turnul Croitorilor, (14 Jh.), Turnul Cizmarilor, (1521) und Turnul Fierarilor).